Über

Kleine Niederschriften aus dem chaotischen Leben eines kleinen zerstreuten Maedchens. Dieses moechte nur herausfinden, was es heißt gluecklich zu sein. Ein klaeglicher Versuch ihren ganz persoenlichen Alltagswahnsinn los zu werden.

Alter: 22
 


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Neulich

Neulich in meiner Geldbörse: lange nicht mehr so pleite gewesen. Neulich in meinem Briefkasten: Zusage für mein Studiengang an der Hochschule Nordhausen. yes Neulich mit einer Freundin: perfekter Abend und dann die Treppe runter gefallen. 6 Wochen lang Schonfrist Ich kleiner Glückspilz. Immerhin durch sie erfahren, dass ihr Kumpel mich ganz hübsch findet. Neulich am gleichen Abend: Mit diesem Typen die Nummern getauscht. Seitdem schreiben wir uns des Öfteren. Keine Ahnung in welche Richtung sich dies entwickeln wird. Neulich mit meiner Mama: fettes grinsen verrät sie, dass mein Geburtstagsgeschenk schon angekommen ist. Sie kann einfach nichts verbergen. Familienkrankheit. Neulich beim planen meiner Geburtstagsfeier: gemerkt, dass ich nicht planen kann. Eben an meinem Fenster: Eine Stimme die schreit, dass ich doch bitte aufhören soll zur Musik zu singen. Verstehe nicht was sie meint und drehe dafür die Musik auf. ;D

27.8.15 00:47, kommentieren

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Papa ich vermisse dich...

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war auf deinem Bauch zu liegen und zu schlafen. Unzählige Male habe ich mir mit dir Matrix angesehen und bin immer wieder eingeschlafen. Immer war ich deine Prinzessin. Immer - bis heute. Warum bist du so? Vor 15 Jahren sind Mama und du auseinander gegangen. Warum habe ich nie verstanden. Warum war auch gar nicht wichtig, denn ich vertraute euch. Ich vertraute dir, als du sagtest, dass ich für dich immer die wichtigste Tochter sein würde als meine Halbschwestern geboren wurden. Ich dachte du seist stolz auf mich. Ich dachte auch, dass du immer hinter mir stehen würdest und ich das wichtigste für dich sein würde. Langsam begreife ich, dass es nicht mehr so ist. Du rufst nur noch an, wenn es dir passt und gibst mir damit das Gefühl, dass ich nicht mehr zu deinem Leben gehöre. Wochenlang meldest du dich nicht und wenn bleibt uns nicht mehr als eine halbe Stunde. Papa ich habe Angst, dass du mich irgendwann vergisst. Ich bin diejenige, die je her die wenigste Zeit mit dir verbringen durfte und vermutlich auch überhaupt noch darf. Vor einem Jahr hast du mich Nachts angerufen und ich habe es nicht gehört. Deine Luftnot hat dir damals auch Angst gemacht und du wolltest nur meine Stimme als letzte in deinem Leben hören. Warum möchtest du sie nicht jetzt auch hören, wo du es noch kannst? Ich möchte nicht auf dich verzichten. Merkst du nicht, wie du mir mein Herz mit deiner Art brichst? Meine Nachrichten beantwortest du nicht mehr. Dich interessiert es nicht, dass ich meine Ausbildung mit 1,2 abgeschlossen habe. DU hast keine Ahnung wie es mir geht. Ich habe es leider auch nicht. Sag mir doch bitte was ich getan habe, dass ich dich seit 6 Jahren nicht mehr besuchen durfte, weil ihr angeblich immer alle krank ward. Keine Antwort, keinen Anruf, keine Meldung, keine Liebe. Papa ich vermisse dich. Ich vermisse dich so sehr, dass es mir weh tut. Ich habe Angst, dass uns die restliche Zeit von jetzt auf gleich durch deine Krankheit genommen wird und ich dich nicht noch einmal sehen konnte. Die Angst, dass ich mich nicht mehr verabschieden kann und du nicht weißt, wie viel zu mir trotzdem bedeutest, wie sehr ich dich liebe.

2 Kommentare 9.7.15 23:18, kommentieren